Behavioral Finance

Wir wagen folgende These:

“Die Börse ist ein Meister darin, immer gerade den Gehirnteil in uns zu aktivieren, der unserer Rendite am meisten schadet.”

Der amerikanische Wissenschaftler Dr. med. MacLean hat nachgewiesen, dass das menschliche Gehirn aus drei Teilen besteht, die evolutionsgeschichtlich verschieden alt sind. Jeder Gehirnteil übernimmt unterschiedliche Funktionen. Der Einfluss der drei Bereiche ist bei jedem Menschen anders. Der „blaue“ Typ ist eher kopfgesteuert, während beim „roten“ schon mal die Emotionen hochkochen.

  • Das Stammhirn (grün) ist das erste und älteste Gehirn. Es dient der Selbst-Erhaltung und nutzt die Erfahrungen der Vergangenheit. Instinkte und Gewohnheiten prägen seine Handlungsweise. Es wird auch als Reptilienhirn bezeichnet.
  • Das Zwischenhirn (rot) lebt in der Gegenwart und nutzt den Augenblick. Es reagiert spontan und emotional. Das Zwischenhirn  dient der Selbst-Behauptung.
  • Das Großhirn (blau), der jüngste Teil, dient dem Selbst-Bewusstsein. Es plant die Zukunft und reagiert rational. Logische Verknüpfungen und Abstraktion gehören zu seinen Fähigkeiten. Hier findet der Begriff „kopfgesteuert“ seinen Ursprung.

Die noch relativ junge Forschungsrichtung der Behavioral Finance beschäftigt sich mit dem irrationalen menschlichen Verhalten in wirtschaftlichen Situationen, das im Widerspruch zur Modellannahme des homo oeconomicus steht.

Die Behavioral Finance liefert uns die theoretische Begründung für das, was wir in der Börsenpraxis täglich an Irrationalitäten intelligenter Menschen erleben. Damit wir möglichst selten in die heimtückischen Fallen tappen, messen wir das Sentiment mit geeigneten Instrumenten der Technischen Analyse und verwenden fundamentale Filter.

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